.:.Neophant Ziusson.:.


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Ingwaz Laguz Manaz

Fruehlingsgrueße, Ostara ist endlich da!

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2.4.07 17:05


Wales..Land der schlafenden Goetter

Music: The Album Leaf - One day i'll be on time
Mood: Da und doch nicht.



Ich bin wieder da..und auch doch nicht, ich glaub bei Sternenwind kommt bald ne neue Geschichte ueber mein Er-lebtes.
Okay..wo und wie fang ich am Besten an?

Wales ist anders, so weich, gruen und irgendwie auch langsam. Es steht die Zeit still. Die Leute sind langsamer, die Natur ist langsamer. Alles ist weich und langsam. Irgendwie..nicht so wie ich gedacht habe es vorzufinden.
Man findet Goetter..und sie schlafen. Sulis liegt da und schlaeft, du suchst ihren Rat aber sie liegt einfach nur da, fließt sanft mit und schlaeft.
Mein Urlaub war irgendwie wirklich ganz anders, kein Feennebel, sondern strahlender Sonnenschein. Kein Regen, sondern Sonne. Und ein bisschen Schnee. So ein schlafender.
Alles sieht aus wie neu und doch alt. Vielleicht ist deswegen auch das Gras so gruen.
Was schlaeft hat kein Alter.
Fotos machen ist schwer, es lenkt mich ab, ich konzentriere mich zu sehr auf..mich und nicht auf das eigentliche. Deswegen sind es auch viel zu wenig Fotos geworden. Die wahren Erinnerungen lassen sich sowiso nur im Geist malen. Oder eben auf Papier mit getrockneten Blumen.
Ich stieg auf einen Berg um verrueckt oder beschenkt zu werden. Ich wurde krank (Mittelohrentzuendung mit reichlich Eiter um genau zu sein).
Bin ich jetzt beschenkt? Es wird sich wohl zeigen.
Die Goetter schliefen danach trotzdem weiter. Kleine Leute haben sich kaum gezeigt, scheu sind sie hier, dabei ist doch alles so langsam. Araf.
Ihre Haeuser hab ich ueberall gesehen, Hoehlen, aber auch Palaeste. Blumenwiesen der Goetter, voller Primeln, Gaensebluemchen und Gras.
Hasen kamen, Fasane und ihre Huehner, eine alte Fuechsin auch.
Sie schliefen. Alles so weich, ich fuehlte mich wie in Watte gepackt, die Sonne viel zu warm, verbrannte mich. Der Wind blies irgendwie doch.
Wandern fuer Ziu und fuer mich selbst...schließlich wanderte ich fuer die Sterne. Der Weg war oft weit und schwer.
Meine Schwester meinte zu mir: Schau..das zeigt uns jetzt wir schaffen alles im Leben.
Und immer wieder: Nichts. Stille und Leere. Einfach nur schlafen.
Die Leute dort sind wirklich nett, wollen dich mitnehmen, bieten dir Betten an..und sind gelegentlich einfach verrueckt. Manchmal bekamen wir auch Angst..liefen schneller.
Dabei war doch das Motto: Don't hurry. Just wait.
Diese alte Frau schien auch noch zu schlafen. Schlafwandler.
Und wieder: Manche Sachen wollten nicht fotografiert werden, verschiedene Gruende hierfuer. Sie wollten es nicht, oder ich wollte es nicht, selten wollten wir es beide. Ich war krank.
Also keine Bilder vom Hafen in Newport, keine Bilder aus dem inneren des Amoniten, kein Pentre Iffan, nur ein unscharfes Bild vom Gorch Fawr (man soll es dann halt einfach nicht versuchen!).
Jetzt bin ich also wieder hier, und bin nicht mehr die selbe.
Ich will Dinge wegschmeißen die ich kenne, sie halten mich auf, will Wind unter meinen Fluegeln spueren. Ich bin also hier und doch nicht ganz da, manchmal aendert man sich.
Es ist also besser wenn ich wohl wirklich bald ausziehe.
Ich merke grade wir schwer es ist ausdruecken was ich auf dieser Reise empfunden hab. Verwurzelt hab ich mich nicht, es war nicht..mein Ursprung. Keine wachen Goetter, zu weich das Land, trotz der gefaehrlichen Klippen und trotz des tosenden Meeres.
Ich werde wohl wieder kommen, hinreisen kann ich jetzt ja andersweitig auf jeden Fall dorthin. Es ist ja seltsamerweise ein Teil von mir dort geblieben, seis Schweiß, Haut von Blasen oder auch Blut. Blut ist da ein ziemlicher Klumpen von mir.
Dort mit dem Blick auf Irland...
Ich bin jetzt da, sehe alles von oben und finde es komisch, will kindisch bleiben. Meine Schwester..ist einfach super, meine Sulis..wenn die andere eben schlaeft.
Essen..genial muss ich noch sagen. Fish & Chips..irgendwie eine eigene Art von Magie, Cornish Pasty...das war super lecker. Und dann noch Indisch. Wirklich gut.
Die Sprache dort..Welsh..mag ich auch..ist leider nur kein Islaendisch. Wilde Natur..komm zu mir!
Ich traeum mcih zurueck in das Feld aus Spitzwegerich und Gundermann..

Jetzt..ist alles anders hier. Praktikum..der grioeßte Mist, macht mich noch verrueckt, Auto fahren..ich hasse es.
Bilder lade ich bei Yahoo hoch. Es ist bald Beltane..wie die Zeit doch vergeht.

~Elluin, jetzt endlich, zufrieden ihren Tee mit der Frau Weißdorn trinkend.
18.4.07 14:25


Aktion und Reaktion



Music: Faun - Ne Aludj El
Mood: Ueberrascht

Hilfe. Diesmal wurde ich mit dem Zaunpfahl der anderen art geschlagen.
Ich muss lernen..mich zu freuen!
Das Konzert war unbegreiflich schoen..ich musste staendig heulen dabei, sah..eine Reise. Schloss die Augen und folgte ihr.
Naechstes Jahr wieder wenn sie dann wieder spielen!
Dank an meinen Papa der so einen netten Fahrservice gemacht hat.
Praktikum hab ich eins jetzt wahrscheinlich sicher (mein Papa kennt die Frau) und vielleicht noch eins im Schulbauernhof. Mal schaun.
Erstmal muss ich gesund werden, schwer wenn ich das Lied der Heilung glaube nicht zu hoeren. Es ist nicht meine Mittelohrentzuendung. Vielleicht dein?
Das auf den Bergsteigen hatte was gebracht..
Am meisten freue ich mich jedoch ueber eine Mail.
Ich weiß nicht..irgendwie kam mir gestern die Idee: Mail doch mal der Luisa Francia! Sag ihr danke fuer ihre tollen Buecher! (Bin grade am lesen von : Das Gras wachsen hoeren)
Auf ihrer Seite stand sie wuerden meist nicht antworten da ihr die Zeit fehlt.
Heute morgen war eine Antwort da!
Das hat mich so gefreut..Ich sollte oefters Dinge tun die mich selbst ueberraschen.
Spaeter muss ich dann zum Zahnarzt..wegen den Weisheitszaehnen. *auf Holz klopf*
Und dann..will ich auch einfach sagen koennen: Ich bin da.
Die Antwort auf alle Fragen: Ich bin da.
Ich arbeite dran.
Mein neuer Traum: Naechstes Jahr nach Norwegen, zelten, wild campen ist da ja erlaubt..ich will wieder eine Reise die mich aendert und ausspuckt. Ein paar Abenteuer erleben.
Gestern Nacht traeumte ich einen Traum von Miras.
Ich bin die die ganz in sich selbst ist. Alleinsein im All-eins-sein.
Wer braucht schon die Zahl 2 wenn er die Zahl 3 haben kann?

~ Elluin Sternenkind

PS: Das Universum pulsiert. Ich bin Anhaenger der Stringtheorie und Anhaenger des pulsierendem Universums.
23.4.07 09:38


Sternenfee - Oder: Hin und nicht ganz zurueck

Ich kannte mal einen Jungen, er hieß Hrafn Baldursson. Er koennte auch dein Nachbar gewesen sein.
Er war eigentlich ein ganz normaler Junge, nicht besonders auffaellig, aber auch keine kleine Haselmaus.
Dieser Junge ging gerne spazieren, er liebte den Wald. Konnte sich nichts schoeneres vorstellen, wie die hoechsten Baeume zu erklimmen und in den Wipfeln nach Sternen zu greifen.
Ich weiß noch genau was fuer ein Tag es war als er weg ging: Es war einer dieser lauen Sommernaechten die scheinbar ewig dauern. Um einem herum ist so eine lebendige Dunkelheit, obwohl es Nacht ist schlaeft doch fast niemand. Man koennte fast sagen es war eine verheißungsvolle Nacht. Irgendetwas war am brodeln, war am ueberkochen. Doch noch wusste noch niemand so recht was da genau am kochen war. Wasser kocht schließlich auch nur ungerne wenn man ihm dabi zusieht und darauf wartet.
Hrafn wollte also wieder in den Wald gehen, ohne Schuhe das Moos untere den Fueßen spueren, den Geruch von Nadeln und verottendem Laub tief einatmen. Vielleicht ein paar Tiere sehen die sich in der Dunkelheit aus ihrem Bau trauen wuerden.
So ging er dann los, ich glaub er hat noch vorher bei mir geklingelt. Wollte wissen ob ich Lust haette mit ihm wie ein Eichhoernchen herumzutollen, mir ein Nest im hoechsten Baum zu bauen. Auf einem Ast zu sitzen, die Fueße nicht mehr am Boden der Tatsachen zu haben und doch irgendwie verwurzelt zu sein.
Damals hab ich Nein gesagt, ich musste doch lernen, oder kam ein guter Film im Fernsehen? SO genau kann ich das nicht mehr sagen.
Jedenfalls weiß ich noch wie Hrafn leicht enttaeuscht nickte und einfach los rannte.
In den Wald und immer weiter. Bis ins tiefste Innere dieses Waldes, da wo man nichts mehr hoert außer sich selbst. Vielleicht noch das Summen der ganzen Insekten um einem herum. Vielleicht aber auch nicht, wer weiß das schon in einer so verheißungsvollen Nacht?
Da stand er - der hoechste Baum des Waldes. Alt und modrig war er, aber doch noch voller Leben. Er beherbegte auch Leben, zahlreiche Kaefer lebten zwischen seinen Wurzeln, tanzten in morschem Holz.
Ich kann mir vorstellen das Hrafn laecheln musste als er so den alten Baum sah. Wie viel er doch schon gesehen haben musste, wieviel schon vergehen und wieder kehren..Wie unwichtig erschien ihm da sein momentanes Leben.
Es war warm genug um nicht zu frieren und so zog er sich aus, es war so still und ruhig, kein Windhauch kam um seinen Koerper zu liebkosen.
Immer noch laechelnd machte er sich daran den Baum zu ersteigen. Stueck fuer Stueck kam er dem Himmel ein Stueck naeher, die Haende waren voller Harz und faulem Holz.
Und dann...
Leere.
Er war im Himmel..ein Stern selbst geworden unter Sternen. Wann genau das passiert war hatte er noch nicht einmal gemerkt. Eben war er noch auf dem Baum gewesen und dann auf einmal nichts mehr.
Um ihn herum schwirrte und sang das Leben, das Lied der Einheit und der Leere, das Lied des Kreislaufs und das Lied ueber das Fallen der Sterne.
Ein Stern fiel, sein Glanz flackerte anfangs nur schwach, dann fiel er.
Mit einem lautem Knall, oder doch einer leisen Fusion, ich weiß es nicht genau verschmolz er mit Hrafn.
Hrafn oder vielmehr der Stern der er war verlor dabei einen Zacken.
Einen schoenen großen, aber nunja, dafuer haette er ja einen anderen matten Stern in sich aufgenommen.
Der Stern wurde zur Zacke, wurde zu Hrafn selbst.
Und er verstand.
Er blieb wohl noch eine Weile dort oben, schwebte und tanzte im Himmel.
Bis er fiel.
Ich glaub er fiel einfach hinunter, einfach so auf den Waldboden. Die Eichhoernchen werden sich sicher erschreckt haben. Nicht jeden Tag fiel ein nackter Junge vom Himmel.
Der Waldboden sog gierig das Blut auf. Er war ja so trocken..er war ja so dankbar.
Ameisen kamen vorbei und verstanden.
Sie bauten um Hrafn ein Nest, lebten in ihm, lebten durch ihn. Hrafn war immer noch ein Stern. Er war hoch gestiegen und tief gefallen. Er war da..und doch nicht mehr ganz zurueck.
Hatte sich bereit erklaert sich anderen zu zeigen, sich ihnen fuer ihre Aufgabe, ihre Entwicklung hergegeben.
Hrafn war nicht mehr als ein Geaest von abgenagten Rippenknochen, er war ein leuchtender Zacken im Strahlen der SOnne.
Er war in die Unterwelt gegangen. Ruhte sich dort auf dem Waldboden aus, lies sich putzen und genoß die Stille.
Ich bin mir sicher Hrafn wird dir und mir noch einmal begegnen. Wenn seine Zeit reif ist weiß er sicher wann er wieder kommen kann. Dieser Junge hatte nie Angst, er verlor viel und gewann alles.
Wenn du im Wald spazieren gehst..Ameisen siehst, oder eine kleine Blume, durch die ein Strahlen dich anzulaecheln scheint, dann bin ich mir sicher du siehst ihn. Er ist neugierig..und will das du fuer ihn die hohen Baeume erklimmst. Ameisen sind dafuer zu beschaefftigt. Das hat er gelernt.
Wenn ich doch nur mit ihm gegangen waere, dann haette ich auch gelernt zu fliegen. Ich bin mir sicher..ich haette zurueck gefunden.
Ich bin da.
24.4.07 19:47


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